Was sind Roboadvisor?
Roboadvisor sind Startup Unternehmen aus dem Fintech (Finanztechnologie) Bereich. Diese Unternehmen haben die Anlageberatung automatisiert. So werden dem Anleger Multiple-Choice Fragen gestellt bzw. Fragen die auf Skalen beantwortet werden können. So kann der Anleger seine gewünschte Anlagesumme bzw. monatliche Sparplansumme und sein Risikoprofil wählen. Die Webseiten dieser Startupunternehmen ermitteln daraus anschließend individuelle Anlagevorschläge für den Kunden, die er direkt online umsetzen kann. Da kein Mensch mehr jeden einzelnen Kunden befragen muss, sondern dies durch die Webseite (Roboter, daher die Bezeichnung Roboadvisor) geschieht, fallen keine hohen Ausgabeaufschläge und Fondsverwaltungsgebühren an.

Welche Roboadvisor gibt es auf dem deutschen Markt?
Auf dem deutschen Markt gibt es aktuell bereits eine Vielzahl von Roboadvisorn. Wir stellen Ihnen im folgenden die einzelnen Roboadvisor vor und nennen die Vor- und Nachteile dieser Anbieter. In einer Vergleichstabelle können Sie außerdem die Anlagemöglichkeiten, Fondskosten und weitere Gebühren miteinander vergleichen. Die wichtigsten und beliebtestens Roboadvisor sind derzeit Vaamo, Cashboard, Easyfolio und Ginmon.

TEIL 1 - VAAMO

Vaamo - Roboadvisor auf Basis passiv gemanagter Fonds:
Vaamo nutzt zur Umsetzung der Geldanlagestrategie ausschließlich passiv gemanagedte Aktien und Anleihefonds. Diese sind vergleichbar mit ETFs, bieten aber den Vorteil, dass es sich hierbei um . Dies wirkt sicht sehr positiv auf die Gesamtgebühren aus, wie Sie unter dem Punkt Kosten und Gebühren in diesem Artikel lesen können. Bei der Auswahl dieser passiven Fonds beschränkt sich Vaamo auf den Anbieter Dimensional Fund Advisors Ltd. Dimensional Fund Advisors verwaltet ein Fondsvolumen von 315 Mrd Euro und gehört damit zu den größten Vermögensverwaltern der USA. Es handelt sich also, obwohl der Name hierzulande weniger bekannt ist, um einen großen Partner.

Vaamo Erfahrungen:
Vaamo ist, wie alle Fintechunternehmen, erst seit kurzer Zeit am Markt. Da es erst seit 2014 erste Kunden akquiriert hat, gibt es nur wenige Anleger die Erfahrungen mit der Geldanlage bei Vaamo haben. Im Zeitraum 01.06.2014 bis 30.09.2015 haben die 3 Vaamoportfoilios Renditen von knapp unter 10% erwirtschaftet. Im Vergleich dazu hat der DAX in diesem Zeitraum einen leichten Verlust gemacht. Die ersten Erfahrungen mit Vaamo sind also durchaus positiv. Bei der Einschätzung sollten Anleger jedoch beachten, dass es sich um einen relativ kurzen Anlagezeitraum handelt. Wirklich belastbare Aussagen zur Wertentwicklung lassen sich erst nach einigen Jahren treffen. Die Erfahrungen mit dem Kontoeröffnungsprozess und der Abwicklung sind bisher positiv.
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Vaamo Anlagestragien:
Auch im Bereich der Anlagestrategien ist Vaamo sehr transparent. Es gibt 3 Risikoprofile von geringem Risiko bis zu hohem Risiko. Diese Risikoprofile entscheiden dann darüber zu welchem Anteil der Anlagebetrag in Aktien- bzw. Anleihe- und Rentenfonds investiert wird. Bei Wahl des Portfolios mit geringem Risiko liegt der Anleiheanteil bei 60%, bei mittlerem Risiko bei 40% und bei hohem Risiko nur noch bei 20%. Der restliche Anlagebetrag liegt dementsprechend in Aktienfonds. Da der Anleihemarkt derzeit sehr überkauft ist und die Fonds die Vaamo für die Anlage nutzt, in den letzten Jahren trotz deutlich steigender Anleihekurse nur sehr schwache Renditen erwirtschaften konnten, würden wir persönlich eher auf ein riskanteres Risikoprofil setzen. Das Anleihen auch in Zukunft nur ein geringes Risiko beinhalten, ist fraglich, da bei steigenden Zinsen die aktuellen Anleihekurse deutlich einbrechen werden.

Vaamo Kosten und Gebühren:
Vaamo ist ein Roboadvisor der praktisch ausschließlich ETF nutzt um die Depots unterschiedlicher Risikoklassen abzubilden. Gleichzeitig gehört er zu den Anbietern die alle Kosten sehr transparent darstellen. So sieht man als Kunde im Vaamo Account auf den ersten Blick wie hoch die Gebühren sind die man bisher an Vaamo gezahlt hat. Durch die Nutzung von ETFs sind zudem die Kosten innerhalb der Fonds im Vergleich zu Anbietern die aktiv gemanagedte Fonds verwenden deutlich geringer. Vaamo staffelt die Gebühren auf Basis des Anlagebetrags. Für bis zu 30.000 Euro fallen 0,99% Gebühren an, ab 30.000 Euro Fondsvolumen 0,79% und ab 50.000 Euro 0,49% pro Jahr. Damit man besser einschätzen kann was dies bedeutet, haben wir die folgende Grafik erstellt, die anschaulich die Gebühren für unterschiedliche Anlagevolumen zeigt.
Vaamo Gebhren nachAnlagebetrag Jahr

Wie der Grafik leicht zu entnehmen ist, sollte man zur Gebührenoptimierung im Grenzbereich zwischen 35.000 und 50.000 Euro versuchen die eigene Anlage auf >50.000 Euro aufzufüllen. Die jährliche Gebührenersparnis einer Geldanlage von knapp über 50.000 zu einer Geldanlage knapp unterhalb dieser Grenze beträgt fast 150 Euro. Hier lohnt es sich folglich ggf. den eigenen Anlagebetrag leicht aufzustocken.

Weitere Gebühren seitens Vaamo wie bspw. Ordergebühren wie man Sie von klassischen Depots kennt, gibt es nicht. Somit kommen hier nur noch die internen Fondskosten hinzu. Laut Aussage von Vaamo betragen diese im Schnitt 0,49% p.a. Die Gesamtkosten liegen somit zwischen ca. 1% p.a. und 1,5% p.a.
Wenn man bedenkt, dass bei klassischen Depots jede Order mit zusätzlichen Gebühren berechnet wird, ist dies aus unserer Sicht ein sehr guter Wert.

Fazit Vaamo:
Vaamo bietet auf dem Markt der Roboadvisor ein spannendes Produkt an. Aktuell würden wir noch nicht empfehlen Vaamo als einzige Anlageoption zu nutzen. Da keine Ordergebühren anfallen, ist Vaamo ideal für Sparpläne geeignet. Wer größere Beträge anlegen möchte, sollte diese in mehrere Einzahlungen über mehrere Monate aufteilen, um zu Durchschnittskursen zu kaufen und so das Risiko auf einem Peek der Märkte einzukaufen zu minimieren. Insbesondere für die langfristige Geldanlage zum Ansparen auf die eigene Altersvorsorge ist Vaamo empfehlenswert.
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